Lolita,  Nähen

Wa Lolita, die zweite – Teil I

Cosplay ist durch, also habe ich wieder Zeit, ein Lolita-Kleid zu nähen. Vor gut zwei Monaten habe ich bereits das nächste Projekt angekündigt: ein Wa Lolita JSK mit schwarz-goldenen Kranichstoff. Während ich an Tin Nyanko gearbeitet hatte, hatte ich auch die restlichen Materialien für das gute Stück eingekauft, wie etwa Reißverschluss, Spitze und Begleitstoff. Zwar fehlen immer noch hier und da einige Sachen, aber sonst ist alles da, um mit dem Nähen anzufangen.
Für den Schnitt hatte ich den für Golden Flower JSK als Basis verwendet und all das abgeändert, was ich im vorherigen Blogbeitrag erwähnt hatte. Hier noch einmal kurz aufgezählt: übergehende Träger, Schrägen etwas steiler, kein Obi-Part im Kleid, Reißverschluss in der Seitennaht und schmalere Shirring-Partie im Rücken. Da ich für die Rockpartie nie einen Schnitt brauche (ist halt ein einfacher Rechteck), musste ich hier nix abändern. In diesem Fall wären es die Doppelschlitze und Seitennahttaschen samt den Seitennähten gewesen.
Von links oben: Seitliches Rückenteil, mittleres Vorderteil, Shirring und seitliches Vorderteil.
Ich muss beim Zuschneiden eine Ausnahme machen, und zwar sind die Belege zum Verstürzen von Hals- und Armausschnitt nicht aus Oberstoff, sondern ich schneide sie aus schwarzem Baumwollstoff aus. Vom Printstoff habe ich nämlich nicht so viel, dass ich auch die Belege daraus ausschneiden kann. Schließlich habe ich nur 2x 1 m Länge mit 110 cm Breite. Ein Meter plus etwas mehr verbraucht schon allein der Rock! Aber das ist kein Problem, denn schließlich ist der Oberstoff auch schwarz im Hintergrund.
Als Erstes habe ich die Schrägen vorbereitet, denn hier steht noch eine Entscheidung aus, die ich noch fällen muss: Werden sie schwarz oder weiß? Also jeweils einmal in beiden Farben angefertigt, die Spitze zugeschnitten und die Vorderseite provisorisch angesteckt, um zu testen, was besser ausschaut.
In Schwarz hebt sich die Spitze viel besser von den Schrägen ab, aber die Schrägen an sich fallen so nicht besonders auf. In Weiß ist es dagegen umgekehrt; die Schrägen heben sich ab, aber dafür ist die Spitze weniger auffällig – plus bildet das Weiß einen schönen Rahmen mit den Kranichmotiven, die sich perfekt an den Schrägen anschließen. (Das war reiner Zufall. Ich habe eher darauf geachtet, dass der Übergang im unteren Bereich harmonisch ist.) Ich neige eher zu Schwarz, aber bin relativ unentschlossen.Was findet ihr besser?
Je nachdem, welche Begleitfarbe es wird, wird nämlich auch der separate Obi-Gürtel in eben dieser Farbe angefertigt … so zumindest der Plan.
Und falls ihr euch fragt, was eigentlich mit dem geplanten Samtkleid geworden ist … mit den heißen Temperaturen ist einfach die Lust vergangen, Samt zu nähen. Aber aufgeschoben bedeutet nicht gleich aufgehoben – evtl. wird das Kleid im Herbst realisiert, wenn die Temperatur wieder fällt.

Ein Kommentar

  • Steam.Neolectric.Lady

    Ich finde die Version mit den schwarzen Schrägen schöner. Sie passen sich gut an den Oberstoff an und wirken nicht so aufgesetzt. Die Spitze hebt sich dadurch auch schöner ab. Wenn du noch dazu den Obi in schwarz machst,mit vielleicht kleinen Details wie die Spitze, hast du eine schöne, nicht all zu auffällige Unterbrechung zu deinem Oberstoff :3

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