Lolita,  Nähen

Back to Wa Lolita

Nach etwas mehr als einem Jahr kehre ich nähtechnisch wieder zu Wa Lolita zurück! Im März 2018 fing ich mit dem Golden Flower JSK an, das bis dato bereits 2 Jahre in der Stoffkiste verweilte. Aber leider gefiel es mir farbtechnisch nicht an mir … zu hell und zu wenig schwarz! Daher habe ich es verkauft, aber in mir schwelgte noch der Gedanke an einem Kleid mit diesem Wa-Design, das bei Metamorphose ganz groß rauskam!
Also begab ich mich in den letzten Monaten wieder auf der Suche nach einem passenden Stoff und wider Erwarten fand ich etwas, das ganz mein Ding ist!
Der Stoff ist so schön! Schwarz ist die Hauptfarbe, die durch die hellen Kraniche durchbrochen wird. Die goldenen Details geben dem Print eine runde Note und auch die kleinen roten Akzente balanzieren alles gut aus. Für das Kleid habe ich aber nicht vor, die Vorgängerversion zu wiederholen. Ich übernehme Parts, die mir gefallen, aber ändere auch einiges, die mir damals doch gestört haben.
Was bleibt, ist die Mittelpartie am Torso. Die überlappenden Schrägen sind einfach das Hauptmerkmal von Wa Lolita und ohne sie wäre das Kleid einfach nur ein normales Lolitakleid. Auch den Schlitz möchte ich beibehalten, aber in diesem Fall sind es zwei. Unter dem Oberrock soll ein Unterrock mit Plisseestoff geben, der durch die Schlitze erkennbar ist. Der Plisseestoff habe ich deswegen ausgesucht, um den Look von Hakama-Hosen zu imitieren. Der Hakama ist ebenfalls ein traditionelles japanisches Gewand, das ein gefalteter Hosenrock ist.
Der Plisseestoff ist übrigens ein schwarzer Chiffonstoff, daher wird der Unterrock fließender sein, als es beim Golden Floweer JSK war. Bei ihm bestand der Unterrock bzw. das Bustle aus Baumwollstoff. Über die Schlitze sollen bestimmte Details aufgenäht werden. In der Zeichnung sehen sie zwar aus wie kleine Strohengel, aber das sind Knotenornamente, die im asiatischen Raum weit verbreitet sind und eine eigene Kunstform sind. Ob ich das tatsächlich mit weißem Band umsetzen werde, ist aber noch offen. Es kann nämlich gut sein, dass es in echt doch nicht so gut passt, wie ich es mir vorgestellt habe.
Chinesischer „Good Luck Knot“
Die größte Änderung sind die Träger. Damals waren es abgesetzte Träger gewesen, die hinten mit Knöpfen verbunden werden. Das gefiel mir doch nicht so sehr, weil ich generell die übergehenden Träger vorziehe. Deswegen wird es hier sie auch wieder geben. Hinten wird es auch kein Fullshirring, sondern nur teils geben, weil ein Reißverschluss in der Seitennaht geben wird. Und weil es Seitennähte gibt, gibt es auch wieder meine heiß geliebten Seitennahttaschen! Ebenfalls fehlt der eingenähte Obi-Block an der Taille. Der wird durch einen Gürtel im Obi-Look ersetzt, den ich nach Bedarf anziehen kann. So kann ich den Look des Kleids etwas variieren – mal mehr oder weniger Wa Lolita.
Im Grunde ist das Design eine Mischung zwischen den beiden Metamorphose-Kleidern Koi Koi! Floral Cards Tucked und Kimono Print Crossover Front Pinafore.
Bei einer Sache bin ich aber unsicher, und zwar weiß ich nicht so recht, in welcher Farbe ich die Schrägen im Oberteil nähen sollte. Zur Auswahl stehen Schwarz und Weiß; ersteres ist die Hauptfarbe des Prints und zweiteres wäre eine gute Akzentfarbe, um die Schrägen gegen den Stoff hervorzuheben. Mit Schwarz wäre alles ein glatter Guss, während mit Weiß die Kraniche farblich wiederholt werden. Ich werde wahrscheinlich beide Optionen nähen, provisorisch anhalten und dann entscheiden, welche Farbe es wird.
Zunächst muss ich aber auf die goldene Spitze warten, die ich im Ausland bestellt habe. Danach kann die heiße Nähphase beginnen.

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