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Nähen

Pimy my edwardianisch inspiriertes Korsett

Hello … erinnert ihr euch noch an mein edwardianisch inspirietes Korsett? Nun, nach einiger Zeit und bisschen Probetragen fiel mir eines auf: Mehh … es schaut nicht gut aus und passen tut es auch nicht. Das schreit nach einer Verbesserung!

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Altes Korsett

Es ist mir an der Taille zu weit, sodass ich es komplett schließen kann und es reduziert nicht wirklich. Auch die Form war zu geradlinig und formte keine schöne, kurvige Silhouette. Das Material zeigte nach kurzer Lagerung auch schon die ersten Spuren, Nach paarmal Tragen könnten manche Stellen schon brüchig werden! Das wäre viel zu schade, da ich doch schon gut Arbeit in das Stück gesteckt habe. Also entschloss ich mich, es komplett zu verwerfen, dabei verwendete ich die Schließe, Federstahl, die hintere Schnürung, Spitze und das Band an der Taille wieder.

Als Material wählte ich diesmal Baumwollstoff. Zum einen ist das Nähen viel einfacher und schneller und zweitens hatte ich den Stoff bereits parat. Generell habe ich nur Schrägband und Korsettschnur neu gekauft. Ersteres für die neuen Tunnel für die Stahlfeder und die Schnur, weil das Korsett schmaler genäht wird und deswegen mehr Länge zum Anziehen gebraucht wird. Das Korsett ist wie sein Vorgänger nur einlagig, sprich die Nahtzugaben musste ich hinter den Schrägband-Tunneln verstecken. Von der Arbeitsweise ist es so ziemlich das gleiche wie davor.

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Da ich diesmal sofort eine Schnürung im Rücken annähen konnte, war es auch möglich gewesen, das Korsett unfertig anzuprobieren, um die Passform zu verfeinern. Wie angekündigt wurde an der Taille abgenommen und an der Hüfte mehr Volumen zugefügt. Auch die vorderen Schnittteile wurden angepasst, sodass sie schmaler sind und enger an der vorderen Mitte verlaufen. Auch für die Brust habe ich angepasst, sodass sich „Cups“ bilden. Wie zuvor wollte ich keine 100 % edwardianische Form haben, da ich nicht im Hohlkreuz stehen möchte.

Nach der Passform wurden das Schrägband für die Tunnel genäht, zwischen Stoff und Tunnel wurde das Band an der Taille eingenäht und natürlich die Schließe angebracht. Danach kamen Schrägband an Ober- und Unterkante zum Einfassen und an der Oberkante wurde wieder die Durchzugsspitze mit rosa Satinband angenäht.

Auch diesmal nähte ich als Dekoration Flossing an die unteren Stabenden, die begrenzte ich aber nur an die vorderen. Ich entschloss mich für die simple Keilform, weil sie mir am einfachsten gelingen.

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Im Vergleich zum vorherigen Korsett war das Nähen viel schneller und einfacher gewesen. Das lag zum einen an den Baumwollstoff und zum anderen, dass ich mehr Routine hatte. Was man auf den Bildern nicht sieht, ist das, dass es unten rum eigentlich zu weit ist. Aber das ist Absicht, denn ich habe dann die Möglichkeit, meinen Hintern zu „padden“, sprich mit Kisseneinlagen zu vergrößern, um die bekannte S-Kurve bzw S-bend der Epoche zu erreichen. Ich muss nur noch das passende Padding für unter dem Korsett nähen. Zufälligerweise fand ich online noch eine Schnur in gewünschte Länge und in Rosa, das passte einfach wie die Faust aufs Auge!

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Wie gesagt, richtig edwardianisch ist es immer noch nicht, aber das ist auch nicht mein Ziel. Aber die Passform ist viel besser und ich fühl mich wohl darin.

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