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Cosplay,  crafting

Sword Art Online Silica Cosplay – Teil III

Wundert ihr euch, warum die ganzen Silica-Cosplay-Beiträge Schlag auf Schlag kommen? Nun, die Antwort ist ziemlich simpel: Die Herstellung fing bereits Anfang Dezember an und seitdem habe ich stetig daran gearbeitet. Der reale Prozess ist weit fortgeschritten (aktuell sogar schon fertig), aber online muss ich ihn noch aufholen.

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Als Nächstes zeige ich die Herstellung des Dolches und der Brustplatte. Beides sind für mich komplett neu gewesen, wobei ich eine Waffe schon mal gemacht habe, und zwar für Kunimitsu. Dort habe ich aber eine ganz andere Technik benutzt: Karton-Gerüst, Alufolie und Plastiform, eine Art Holzmehl, das mit Wasser angemischt wird und dann modulierbar ist. Für Silicas Waffe benutze ich Eva-Foam oder auf gut Deutsch Moosgummi. Viele bekannte Cosplayer verwenden es, da es günstig, vielseitig und leicht ist. Außerdem gibt es Dutzende gute Tutorials und für viele Props gibt es bereits fertige Anleitungen.

Brustplatte

Zuerst habe ich meinen Oberkörper mit Frischhaltefolie umwickelt, worüber Gaffa-Tape kam. Unter der Frischhaltefolie schob ich noch ein Handtuch runter, damit eine rundliche, ebene Form entsteht. Mit Edding zeichnete ich grob die Schnittteile auf, schnitt sie aus und übertrug sie ausgebessert auf Papier. Mit diesen Vorlagen schnitt ich aus 1 cm dicken Foam die Plattenteile zu und formte sie mit Heißluftföhn vor. Die Teile klebte ich mit Kontaktkleber zusammen, so entstanden Vorder- und Rückseite.

Was ihr nicht seht, sind meine Versuche, die in die Hose gingen. Denn diese Version ist die Nr. 4. Die drei Vorgänger hatte ich in unterschiedlichen Stadien verwerfen müssen: Nr. 1 scheiterte beim Zusammenkleben, da ich nicht dran dachte, die Kanten zueinander passend abzuschrägen, weil sie in einem Winkel zueinander sind. Nr. 2 schaffte es ziemlich weit, die Platte hatte ich sogar mit Worbla (ein thermoplastisches Material auf Holzbasis) ummantelt. Aber dann stellte ich beim Tragen fest, dass die Form nicht gut saß plus Worbla ist super schwierig glatt zu bekommen. Also kam Nr. 3 mit neuer Passform, aber da hatte ich das Anschrägen der Kanten zu gut gemeint, wodurch die Nahtstellen zu sehr herausragten.

Durch die abermaligen Wiederholungen habe ich bei der finalen Version die ganzen Zwischenschritte nicht mehr festgehalten, dafür fehlte mir einfach die Lust dazu. Nach dem Zusammenkleben kam noch ein halbrundes Band (eigentlich eine Fensterdichtung) an der unteren Kante ran und ich habe Lücken und Unebenheiten an den Nahtstellen mit Bindulin ausgefüllt. Das ist ein dauer-elastischer Fugen-Kautschuk. Dann wurde als Primer Plastidip aufgesprüht, eine Gummifolie zum Aufsprühen aus dem Auto-Bereich, um endlich dann Acrylfarbe in Silber aufzusprühen. Für den reelleren Look habe ich mit schwarzem Acryl noch Schatten über dem Band gemalt.

Als Verschluss klebte ich mit Heißkleber zwei kurze teilbare Reißverschlüsse an. Der Metallhalter am Zipper hatte ich vorher abgeknipst und mit einer schwarzen Kordel ausgetauscht, da er viel zu breit war und so aufgefallen wäre. Und fertig ist die Brustplatte!

Die Oberkante habe ich nicht so genau bearbeitet, da sie eh von der Kurzjacke verdeckt wird. Eigentlich plante ich, Träger aus Gurtband anzukleben. Aber die Platte sitzt auch so stabil auf meinem Oberkörper, weil sie durch Plastidip noch elastisch geblieben und eng genug ist, sich selbst zu halten.

Dolch

Den Dolch habe ich ebenfalls aus Eva-Form mit 1 cm Dicke ausgeschnitten, wobei ich die Zeichnungsvorlage passend hochskalierte und auf Papier ausdruckte. Als stabilen Kern klebte ich ein Essstäbchen rein und die Details aus 2 mm dünnem Moosgummi wurden darüber geklebt, wodurch der Dolch plastisch wurde.

Um den Dolch kam eine Schicht Worbla. Das war mein erster Versuch mit diesem Material (die Brustplatte wurde da aus Frust pausiert) und ich sehe auf jeden Fall die Vorteile davon (stabil und gut formbar), aber auch die Nachteile: Es ist sehr mühsam, die Oberfläche glatt zu bekommen. Worbla wird durch Hitze weich. Beim Dremmeln wird es aber durch die Wärme der Reibung weich und klebte an der Dremelspitze an.

Aber ich bekam es irgendwie halbwegs glatt und grundierte ihn mit Bastelleim. Dann Acryl-Silber aufgesprüht, Blau und Gold hatte ich von Hand aufgemalt. Schatten mit schwarzem Acryl gesetzt und mit Klarlack versiegelt.

Die Dolchscheide ist aus Moosgummi, worüber eine Hülle aus Kunstleder geklebt wurde. Für die Befestigung am Gürtel nähte ich auf der Rückseite Schlaufen aus grauem Kunstleder an und die Details sind aus Kunstleder und eine KAM Snap, die mit Edding in Gold angemalt wurden.

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