Anime,  Cosplay,  Nähen

Sailor Tin Nyanko Cosplay – Teil VI

In diesem Teil meines Cosplay-WIPs dreht es sich um die restlichen Kleinteile, die mir noch zum großen Ganzen gefehlt haben: Handschuhe, Armreifen und (halber) Katzenschwanz.

Zuerst die Handschuhe … für die habe ich fertige Satinhandschuhe gekauft, die ich nur noch pimpen musste. Mein Ehrgeiz reicht nicht dafür aus, dass ich Handschuhe selbst nähen möchte. Kleine Fieselteile und enge Stellen – nööö, darauf hatte ich keine Lust.

Am oberen Rand fehlen aber die noch die roten Ränder, die spitz zulaufen. Für die nahm ich meinen roten Lackstoff und schnitt einen geschwungenen Keil aus. Jeweils zweimal pro Handschuh und für die Stabilität zusätzlich eine kleinere Version vom Keil aus Decovil.
Die Lackinnen- und außenseite wurden jeweils zusammengenäht, dann die Seiten miteinander an der Oberkante verbunden, sodass ich von unten den Decovilkeil reinschieben konnte.
Diesen tollen Rand musste ich dann nur noch an die Stulpen nähen und voilà, fertig sind die Tin Nyanko Handschuhe.
Die Ränder stehen wie gewollt etwas vom Arm ab und dank des Lackstoffes haften die Ränder auch etwas an der Haut an, sodass die Stulpen weniger herunterrutschen können. Win-win auf ganzer Linie!
Was sind die Sailor Animamates ohne die berüchtigten Armreifen von Sailor Galaxia? Über diese Accessoires habe ich lange den Kopf zerbrochen, wie ich sie herstellen soll.
Echtes Metall? Oder lieber Kunststoff anmalen/einsprühen? Oder etwas mit Stoff in Gold beziehen? Fragen über Fragen und ich versuchte mir, mehrere Optionen offen zu halten. Ich kaufte mir daher sowohl Armreifen aus Metall als auch Stoff, um dann zu testen, was am besten funktioniert.
Für die Steine in der Mitte fand ich nach langer Suche passende Exemplare, die groß genug waren, rund und auch diesen Schliff hatten! Und damit die Steinchen auch eine Basis zum Aufkleben oder Aufnähen erhalten, holte ich auch dazu Einfassungen in Gold. Kleine Steinchen in den Farben Rot, Blau, Grün und Gelb sowie Pailletten in Rot und Gold und das Gröbste ist zusammen.
Mein erster Versuch waren die Metallarmreifen, aber schnell hatte ich festgestellt, dass die Steincheneinfassungen nur sehr wackelig auf dem Metall kleben dürften, weil der Armreif A) selbst flexibel ist und B) nicht genug ebene Fläche bot, um alles planar festzukleben. Mit anderen Worten: Ich sah schon, die lang gesuchten Steine bei der nächsten Bewegung herunterfallen und womöglich verloren gehen. Zum Glück hatte ich einen Plan B und schwenkte auf die Version mit dem Stoff um.
Ich fand irgendwann im Internet ein Tutorial, bei der eine Cosplayerin Armreifen aus PET-Flaschen herausschnitt und sie dann überzog. Gesagt, getan – Mineralwasserflaschen geholt, leer getrunken und dann Pi mal Daumen die Form herausgeschnitten. Passend dazu die Teile für den Stoffüberzug zugeschnitten, bis auf eine Kante zusammengenäht, Basis reingeschoben, zugemacht und hinten ein Klettverschluss angenäht. Fertig sind die Armreifen!
Fehlen noch die Details: Die habe ich einfach nach und nach aufgenäht, was eine nette, kurze Handarbeitsrunde war, wobei die kleinen Außensteine mit Kraftkleber aufgeklebt wurden.
Die Armreifen sind richtig cool geworden! Normalerweise habe ich kein so gutes Händchen für Props und Co. Aber in diesem Fall ist der Großteil genäht, deswegen alles ziemlich gut geklappt hat. Die Accessoires sind leicht, bequem und ich muss mir kaum Sorgen machen, dass etwas abfällt oder leicht zu beschädigen ist.
Was fehlt ist der Katzenschwanz … das Detail, das mir am wenigsten gefällt, aber was dazu gehört, gehört eben dazu. Für ihn habe ich aus dem Baumarkt eine dünne Rohrisolierung geholt. Diese auf die passende Länge geschnitten plus ein paar Keile vom Rohr abgeschnitten, um sie an den Enden anzukleben, damit die abgerundeten Winkel entstehen.
Diese Basisform wird noch mit einem passenden Stoffschlauch aus schwarzem Satin bezogen, wobei ein Ende als Schwanzspitze etwas mit Füllwatte ausgestopft wird. Ist auch bereits geschehen, aber dann saß ich fest. Wie bringe ich diesen Schwanz an mein Outfit an? Die Krux hier ist, dass die Schwanzbasis relativ stabil an meinen Körper anliegen muss, damit der Schwanz auch nach oben zeigt und nicht nach unten fällt. Ich dachte hier an eine flache Platte oder ähnliches, an die der Schwanz angeklebt wird, Die Platte schiebe ich irgendwie zwischen der Schnürung vom Korsett ein. So die Theorie, ob das in der Praxis funktionieren wird, wird sich demnächst zeigen.
Wie auch immer … beim letzten Beitrag werdet ihr den vollendeten Schwanz plus hoffentlich funktionierenden Halterung sehen, und wenn ich die Muße habe, auch einen vollen Make-up- und Cosplay-Test!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.