Convention,  Cosplay,  Lolita,  On Tour

DoKomi 2018

Bevor meine nächste Con startet, wird es Zeit, über die Letzte zu sprechen: die DoKomi 2018! 
Ich drehe die übliche Reihenfolge mal um und beginne mit dem Fazit:
Ich werde alt! Nein, im Ernst. Auf dieser Con habe ich meine körperlichen Wehwehchen so dermaßen gespürt, dass sie meine Aktivitäten richtig einschränkten. Das ist schon etwas krass für mich gewesen. Aber dennoch war es eine schöne Zeit, die ich aber schon gerne mit mehr Geschehnissen gefüllt hätte.
Für mich begann die DoKomi wie für andere am Samstagmorgen … in der langen Warteschlange, was eigentlich nicht hätte sein sollen. Als Workshopleiterin wurde mir versichert, dass ich mit meinem gestellten Ticket auch den Helfer-Aussteller-Eingang nutzen könne, aber ich wurde von der Security abgewiesen. Das war nach deren Sicht auch korrekt gewesen, weil mein Ticket „nur“ ein normales WE-Ticket war, was mich schon stutzig machte. Im Jahr zuvor erhielt ich einen anderen und hab deswegen auch extra nachgefragt. Im Grund war es auch nicht so schlimm, weil ich recht zeitig da war und ich so genug Zeit hatte, um in der Schlange zu stehen. Wäre ich aber später gekommen, sprich passend für meinen Workshop um 12:30, wäre es problematisch gewesen, wenn ich zu spät zu käme. Wie auch immer kam ich nach einer Weile endlich in die Hallen rein, sagte mal schnell meinen Freunden in der Games-Halle Hallo und zischte zu meinem Termin ab. 
Mein Workshop war gut besucht (um die 25 Personen) und ich freute mich riesig, so viele Interessenten zu begrüßen! Das neue Thema, Schnittmuster für Lolitakleider,  kam richtig gut an und ich war sehr happy, dass es so viele Fragen hinterher gab und ich netten Feedback bekam. An alle, die da waren: Vielen, vielen Dank! Es macht mich glücklich, wenn ich mit anderen über das Nähen von Lolitamode sprechen kann und Euch motiviere, selbst damit anzufangen oder die Skills zu verbessern.
Mein Look für Samstag
Damit war meine Pflicht getan und den restlichen Tag verbrachte ich damit, Freunde zu besuchen, die in der kleinen Händler- und in der Games-Halle arbeiteten. Ansonsten besuchte ich den großen Händler-Raum und schaute mich dort etwas um.

Schnell fanden wir den Stand vom J-Store aus Hamburg und bestaunten die LIZ LISA-Sachen. Sie waren sehr hübsch, aber eindeutig nicht mein Stil. Nach einem kurzen Blick gingen wir also schnell auf die andere Seite und schauten bei der Lolita-Ecke um. Leider waren die Stücke so speziell (im Sinne von Prints), dass mir nix zusagte. Aber ich fand es cool, den neueren Baby-Print, Dancing Baby Bear, auch live zu sehen!
Und dann fing ich an die andere Halle im Detail abzuklappern, und wie erwartet dauerte es gute 3 Stunden, um jeden einzelnen Stand Reihe um Reihe anzusehen. Das ist echt cool, so viel Auswahl an einem Fleck zu haben, aber es ist sehr ermüdend, so lange so viel aufzunehmen. Insbesondere weil ich eine kleine persönliche Challenge für mich hatte: Kurz vor der Con habe ich mir eine Ita-Bag gekauft, die noch gefüllt werden muss. Eine Ita-Bag ist gerade in der Cosplay-Szene angesagt und ist ein Rucksack mit einem Sichtfeld, worin die Goodies vom liebsten Manga/Chara/etc. zur Schau getragen werden. 

Natürlich habe ich mir eine „Lolita“-Version geholt, die groß genug ist, um die Utensilien für einen Con-Tag bei sich zu haben. Links seht ihr den leeren Zustand, rechts nach der DoKomi. Ein Großteil war aus meinem eigenen Fundus, neu kamen zwei Broschen dazu, eins davon von Li-Paro. Denn ich wollte es meine Tasche Lolita-/Alice-/Creppy-mäßig gestalten, so viel in diese Richtung fand ich nicht.
Links oben sind beliebte Drag Queens von RuPaul’s Drag Race!

Figuren aus der Halle mit den kommerziellen Händlern
Den Rest des Tages verbrachte ich meist bei Freunden. Ich blieb auch nach Con-Schluss und warf einen Blick auf die J-Disco, die mit dem DJ RamRider richtig geil war. Aber leider habe ich nur seine letzten Minuten mitbekommen. Nächstes Jahr, wenn er wieder dabei ist, geh ich definitiv hin!
Der nächste Tag fing relativ früh an, weil ich bei der Modenschau von Asukatze mitlief. Auch wenn die Probe erst um 10 Uhr war, war ich doch sehr müde und nicht sonderlich gesprächig gewesen. Die Modenschau war wie immer sehr spaßig gewesen und gut besucht! Zum Glück lief ich beim Q&A-Part im Publikum umher, um die Mikrofone zu den Fragestellern zu bringen, sodass meine Müdigkeit etwas verflog.
Foto von Asukatze
Der Sonntag war mein K.O.-Tag, weil ich gefühlt ein Drittel nur im Backstage-Bereich bei Freunden saß und die Beine hochlegte. Sie waren angeschwollen und taten so weh, dass ich nur gehen wollte, wenn etwas anlag. Aber ich raffte mich mal auf, um weitere Bilder der Veranstaltung zu machen. Vor allem der neue Bereich, der Innenhof mit den Essständen, fand ich ziemlich gut. A) gab es Platz zum Chillen und B) es gab mehr zu essen.
Innenhof mit den Essständen

Cooler Stand mit Kleidung aus Kimonostoffen

Chill-Area inmitten der Halle

Yennifer und Geralt
Ciri
Um ehrlich zu sein, gab ich mein Geld nur für Essen und die zwei Broschen aus! Kaarage-Hähnchen-Sticks, japanische Crepe, Bubble Tea und Onigiri landeten en masse in meinem Magen. Außerdem hatte ich zwei Bodyline-Blusen beim Bring & Buy abgegeben, weswegen ich zum ersten Mal nach Jahren tatsächlich im Bring & Buy drin war!

Switch-Station in der Games-Halle

Resident Evil-Stand
Alice returns-Cosplay
Außerdem half ich Amanda, eine Loltia aus Berlin, die für die Magnology arbeitete, Replicas von Metamorphose-Kleidern zu identifizieren, die bei einigen Händlern verkauft wurden, obwohl Fälschungen auf der DoKomi verboten sind!
Apropos Kleid … wie angekündigt trug ich mein Golden Flower JSK aus! Und ich muss sagen, ich gefalle mich nicht so drin. Klar ist es schön, aber mir doch ein Tick zu hell. Ich ziehe jetzt eindeutig meine Lieblingsfarbe vor, nämlich Schwarz.

Ich trug eine Perücke, weil keine Zeit für eine aufwendige Frisur gab.
Und so verflog die Zeit im Nu und bald hieß es, mich von allen Freunden zu verabschieden. Ich wartete noch, dass meine Freundesgruppe aus Hamburg fertig wurde, um mit ihnen zu Abend zu essen. Es war sehr lecker und aber ich war so fix und fertig, dass ich irgendwie neben mich fühlte. Das gefiel mir nicht, weil ich gerne das WE mit den Freunden gerne intensiver erlebt hätte. So kam mir alles nicht zu 100 %, sondern eher 80 % vor. Das tat mir ein bisschen leid, aber aus Fehlern lernt man und für die AnimagiC werde ich definitiv besser vorbereitet sein.

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