Cosplay

Yuna SAO – Ordinal Scale: Kopf-Lautsprecher

Weil die AnimagiC gar nicht mal so lange hin ist (heute in einem Monat), wollte ich das Cosplay doch relativ zügig zu Ende bringen … sonst laufe ich Gefahr, wieder alles vor mich herzuschieben, auch wenn nur eine Kleinigkeit fehlt. Das fehlende Detail sind die komischen schwebenden Halbkugeln über ihrem Kopf bzw. über die Perücke, die viele fälscherweise als Dutts halten. Aber man sieht sehr deutlich, dass gut 3-4 cm Luft zwischen Kopf und denen vorhanden sind. 

Nach einigem Hin und Her bin ich zum Schluss gekommen, dass sie Lautsprecher sind. Schließlich ist Yuna eine Sängerin und wie alle Sänger muss sie sich selbst auch hören können, wenn sie auftritt. 
Ich begann mit Styroporformen: zwei flache Halbringe und eine Kugel. Die Kugel habe ich geteilt und so verkleinert, dass die Hälften in die Ringe passen. Die Ringe habe ich auch etwas in Form geschnitzt und diese Rillen eingedrückt. Anschließend wurden sie mit Bastelkleber-Wasser-Gemisch und Klopapier eingeklebt, damit ich eine Oberfläche bekomme, die ich bearbeiten kann.
Bearbeiten bedeutet hier Abschmirgeln und anschließend anmalen bzw. einsprühen. 
Li: Ungeschmirgelt, re: geschmirgelt

Ich habe aber nur die Ringe eingesprüht, während die Halbkreise klassisch in Weiß (und ganz wenig grau) mit dem Schwamm/Pinsel angemalt wurden. Acrylic Sprühfarbe finde ich super! Die habe ich erst neulich im Bastelgeschäft entdeckt und möchte ich nicht mehr missen: super Auftrag, glatte Oberfläche und pro Schicht braucht es nur 30 Min. Trockenzeit.
Nach dem Ansprühen malte ich die pinken Details mit einem Lackstift auf und klebten die Teile aneinander. Die Oberfläche habe ich leider nicht überall glatt bekommen, die Grundierung war an einigen Stellen porös geworden, sodass „Löcher“ entstanden sind, die ich auch nicht reparieren konnte.
So, jetzt kommt der schwierige Teil: Wie kriege ich die Dinger schwebend über die Perücke? Hier half eine gute Freundin weiter, die Cosplay-erfahrender ist. Sie schlug vor, dass ich Drähte verwenden kann. Das Material ist stabil genug, dass es an Ort und Stelle hält, aber unscheinbar genug, um die Illusion aufrecht zu halten.
Die Drähte habe ich an den Enden zu Spiralen verdreht. Die halten A) das untere Ende sicher unter der Perücke, ohne schmerzhaft einzudrücken, und B) gibt am oberen Ende genug Fläche, um Klettverschluss anzubringen. Der Klettverschluss sorgt dafür, dass die Halbkugeln dranbleiben, aber ich sie für den Transport abnehmen kann.
Die Drähte schob ich an den gewünschten Stellen durch das Perückennetz, nähte von innen ein Stück Filz gegen, damit sie nicht rausfallen. Am anderen Ende habe ich den Klettverschluss aufgenäht bzw. an den Kugeln angeklebt.

Zur Probe habe ich die Perücke samt Lautsprecher aufgesetzt und es schaut so weit ganz gut aus. Leider vergaß ich in diesem Moment, dass an ihnen noch je zwei Bänder fehlten, sodass sie zur Probe noch unvollständig waren.

Dank des Drahts kann ich die Position der Lautsprecher beliebig anpassen. Es ist nur relativ schwer, an sich selbst rumzuschieben, weil ich nur vor vorne betrachten kann.
Natürlich habe ich nachträglich die fehlenden Bänder aus Stoff genäht und angeklebt.
Somit bin ich mit dem Cosplay fertig! ABER … ich hab noch ein Monat Zeit und mich überkam schon vor längerer Zeit die Idee, ihr Mikrofon zu bauen. Bauteile habe ich schon fleißig eingekauft … ich grüble nur an der Form bzw. wie ich sie am besten nachbauen kann. Und eine Makeup-Probe steht auch noch an, aber das mache ich erst kurz vor der Con.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.